Zertifizierung als eurenac-Inspektionsstelle für Energieeffizienz

Energieeffizienz ist, infolge der Komplexität der Prozesse und Anlagen eine wachsende Herausforderung. Eurenac-Inspektionsstellen für Energieeffizienz sind besonders qualifizierte TGA-Ingenieurbüros. Sie nutzen seit Jahren erfolgreich angewandte, bewährte messwertgestützte, instationäre Verfahren sowie spezielle Ausstattung zur Bewertung der Energieeffizienz. Sie erstellen Einsparprognosen sowie detaillierte Handlungsempfehlungen, die den komplexen Bedingungen gerecht werden und Ergebnisse ermöglichen, die dem realen Energie-Leistungsbedarf in Gebäuden und Anlagen am nächsten kommen.

Als TGA-Ingenieurbüro entwickelten wir im Fachkreis mit dem eurenac-Netzwerk und daran angeschlossenen Hochschulen das Leistungsprofil des Technischen Energie-Gutachters als Betreiber und Anwender von Inspektionsstellen für Energieeffizienz (IfE).

Dabei geht es um die Umsetzung von 4 Grundinteressen:

  • Gesicherte, am realen Bedarf ausgerichtete Energiebereitstellung
  • Kostengünstige Energieverwendung in den Objekten
  • Werterhalt des Gebäudes (ROI)
  • Erfüllung der Sorgfaltspflichten aufgrund von Gesetzen und Verordnungen

Aktuell erarbeiten wir Maßnahmen zur  Erweiterung und Verbesserung der Messverfahren, der Analyse- und Auswertesoftware und Organisation und Pflege einer zentralen Datenbank.

Aktuelle FuE-Projekte

  • Forschungsvorhaben zur Bearbeitung von Eingabewerten aus Wärmestrommessungen an bestehenden Heizungsanlagen, mit Aufbereitung der Gebäudedaten für die Simulation mittels EDV-Programm an der TU- Dresden und Verarbeitung der Ergebnisse in einem Rechenprogramm zur EnEV (Energieeinsparverordnung)
    Es wird ein Rechenverfahren entwickelt, das eine Reduzierung der Anlagenaufwandskennzahl eP der EnEV durch den Einsatz der instationären Wärmestromregelung in Neubauten zum Ziel hat.
  • OHA- Optimierter hydraulischer Abgleich ist ein Kooperationsprojekt mit der Fachhochschule Erfurt. Das Gesamtvorhaben dient der Erarbeitung eines ganzheitlichen Dienstleistungskonzeptes zur Optimierung der Hydraulik wärme- und kältetechnischer Anlagen . Es sind effiziente Verfahren zur Verbesserung unzureichender hydraulischer Zustände in Neu- und Bestandsanlagen entwickelt worden.

Die Forschungsvorhaben werden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aus Mitteln des Programmes „Förderung der Erhöhung der Innovationskompetenz mittelständischer Unternehmen“ (PRO INNO II) finanziert.

Entwickelte Produkte, Verfahren und Dienstleitungen

  1. Unser Büro war an der Entwicklung der Bauteiltemperierung, insbesondere der Wand- temperierung in Zusammenarbeit mit Prof. Großeschmidt, München beteiligt. Daraus wurden eigene Verfahren zur Beheizung und Trocknung schwieriger Gebäude/Gebäudewände und klimatisch problematischer Räume entwickelt. Diese Verfahren wurden in verschiedenen Gebäuden seit mehreren Jahren erfolgreich eingesetzt. (Schloss Trebsen, Suptur Grimma) Die beiden damit verbundenen Projekte lauten:
    • Errichtung eines Versuchsstandes zur Nutzung regenerativer Energie zum thermischen Schutz von Holzkonstruktionen
    • Revitalisierung ökologische Wärmeversorgung Rittergut Trebsen Die Versuchsdurchführung und Auswertung für die Wand- und Balkenkopftemperierung erfolgt mit der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, Fachbereich Bauwesen im Rahmen einer Diplomarbeit.

    Gefördert wurde das Vorhaben durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt.
    Die Entwicklung der Trockentechnologie erfolgt mit dem Kompetenzzentrum für umweltgerechtes Bauen des Fördervereins für Handwerk und Denkmalpflege, Schloß Trebsen.
    Gefördert wurde das Vorhaben durch das EU-Projekt LIFE.

  2. Ein Forschungsauftrag zur Entwicklung einer Trockentechnologie für die Herstellung von Hanf- und Leichtlehmsteinen wurde 2002/2003 realisiert.
    Dieser Auftrag umfasste unter anderem die energetische und wirtschaftliche Bewertung verschiedener Trocknungsverfahren unter Nutzung von Solarenergie, Biomasse, Flusswasser und Wärmepumpen. Wir entwickelten den Versuchsaufbau für die Durchführung eines Klein- und eines Großversuches und betreuten den Großversuches messtechnisch.
    Mit der Entwicklung der Trockentechnologie soll die vermarktungsfähige Serienproduktion von Hanf- und Leichlehmsteinen ermöglicht werden, da die derzeit praktizierte Lufttrocknung die starke Nachfrage nach diesen ökologischen Bauprodukten nur zu einem geringen Teil decken kann.